Religionen im Kindergarten

In den Kindertagesstätten treffen immer mehr Kinder aufeinander, welche unterschiedliche Sprachen sprechen und verschiedenen Kulturen, sowie Religionen aus dem Elternhaus kennen. Diese Hintergründe sollen im Umgang der Kinder untereinander immer ausgeblendet werden. Sie werden dazu angehalten respektvolle und vorurteilslose Beziehungen aufzubauen. Allerdings sind für diese Forderung an die Kleinen, welche mit sozialen Unterschieden meist die wenigsten Probleme haben, pädagogische Impulse notwendig. Die Unterschiede machen sich im Kindergarten insofern bemerkbar, dass die elterliche Erziehung in vielen Kulturen nah an der eigenen Religion liegt. Somit kommt es zur Konfrontation verschiedener religiöser Ansichten im Kindergarten. Speisevorschriften oder Regeln, die sich auf die Verhaltensweisen auswirken, können Barrieren entstehen lassen, welche es von den Erziehern zu verhindern gilt. Sie stehen folglich vor einer besonderen Aufgabe, die teilweise über die pädagogische hinausgeht. Oftmals kennen Erzieher die unterschiedlichen Religionen, wie das Christentum, Judentum, den Islam oder Hinduismus beim Namen, allerdings fehlt Ihnen ein tieferes Verständnis für die jeweils andere Religion. Damit die Barrieren jedoch gar nicht erst aufgebaut werden können, ist es wichtig den Kindern von Anfang an mitzuteilen, dass es normal ist verschieden zu sein und ein Verständnis für die anderen Elternhäuser mit ihren dazugehörigen Ansichten zu schaffen. Die Kleinen sollten schon vor dem Beginn der Schule eine Kompetenz dafür entwickeln, dass sie mit der Begegnung anderer Religionen umgehen können. Vor allem für die weniger stark vertretenen Religionen ist es wichtig, dass die Kinder, welche in dieser aufgewachsen sind, sich mit ihrem Glauben und ihren Ritualen in der Gruppe angenommen fühlen. Es ist somit nur löblich, wenn Erzieher einen Blick in diese Welten werfen und zentrale Werte und Feiertage kennenlernen. Genau so, wie Kennenlernspiele mit den Namen funktionieren, so können sie auch mit den unterschiedlichen Religionen durchgeführt werden. Auf spielerische Art können die Kleinen die Werte des anderen zu akzeptieren lernen. Auch bei den Eltern, die sich untereinander im Kindergarten oft gegenüberstehen ist ein Grundverständnis wichtig, um mit mehr Kompetenz und Sicherheit in Gesprächen zu gehen. Akzeptanz ist nicht nur auf der Ebene des Nachwuchses wichtig: Da intensive Kinderfreundschaften auch der Pflege der Eltern bedürfen, ist es ebenso wichtig, dass diese Verständnis und Teilnahme zum Ausdruck bringen. Dies kann beispielsweis in Form einer Taufkarte geschehen, falls diese bei dem Kind erst im Kindergartenalter stattfindet. Natürlich können auch die Eltern des Täuflings selbst zur christlichen Feiern einladen, um mögliche Hemmnisse zu verhindern und ein Verständnis für die eigene Religion zu schaffen. Experten für eine individuelle Gestaltung dieser Karten finden Sie hier. Es ist grundsätzlich unwichtig, ob sich Kinder, Erzieher oder die Eltern in einem Kindergarten begegnen. Diese Begegnung sollte immer frei von kulturellen und religiösen Bewertungen sein.