Die soziale Struktur des Ortes

Bruckhausen war bis nach Ende des 2. Weltkrieges eine Streusiedlung überwiegend bestehend aus kleineren und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben und einigen kleinen Handwerksbetrieben und Geschäften.

Grundsätzlich lebten mehrere Generationen unter einem Dach.

Nach dem Krieg begann nach 1950 die systematische Ansiedlung von Bergarbeitern der nahe gelegenen Kohle-Zeche Lohberg und ihren Familien. Zumeist in – oft gemeinschaftlich organisierter – Eigenarbeit errichteten sich die Bergarbeiterfamilien ihr Siedlungshaus mit vorgeschriebenem Stall zur Kleintierhaltung; auch in diesen Häusern lebten zumindest zwei Generationen unter einem Dach. Wo dies nicht der Fall war, lebten die Angehörigen zumeist in der Nähe, z. B. im angrenzenden Dinslakener Stadtteil Lohberg.

Neben den Siedlungshäusern wurden vom Schacht Lohberg einige wenige Mehrfamilienhäuser für Bergarbeiterfamilien errichtet, in denen auch heute noch die inzwischen wenigen aktiven Kumpel in Bruckhausen wohnen. So wuchs die Bevölkerung vor allem zwischen 1950 und etwa 1970 von ca. 600 auf heute über 3000 Einwohner(innen). Danach ist auch so etwas wie ein Ortskern mit einigen Ladenlokalen entstanden.

In den Siedlungshäusern wohnt inzwischen die zweite bis dritte Generation der Bergleute; die meisten davon sind Rentner oder im Vorruhestand.

Auch heute noch leben sehr viele Familien – sowohl in den Siedlungshäusern, als auch auf den Bauernhöfen – mit zwei bis drei Generationen unter einem Dach. Dies bedeutet für die Arbeit des Kindergartens, dass viele der Kindergartenmütter bei der Betreuung ihrer Kinder auf die Großeltern zurück greifen (können).

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