Das Spiel der Kinder ist kein Kinderspiel

Das Spiel ist wichtigstes Element im Leben eines Kindes. Kinder lernen und verarbeiten, was bedeutsam ist im Leben „spielend”. Deshalb entwickeln Kinder ihr Spiel selbst; das Spiel bekommt eine Eigendynamik; es werden eigene Ziele gesetzt, aber zugleich wird damit im Spiel auch Kreativität und Eigeninitiative gefordert und gefördert.

Das Spiel ist für Kinder sehr bedeutungsvoll, denn die Kinder sind stolz auf ihre eigene Fantasie, die daraus entstehenden eigenen Ideen und am Ende das eigene „Produkt”.

Das Selbstwertgefühl steigert sich, wenn Kinder aus dem Spiel lernen.

Es dient der Aufarbeitung verschiedener Erlebnisse und Sinneseindrücke.

Die verschiedenen Spielformen ermöglichen den Kindern, einen Weg zu finden, ihre Persönlichkeit zu entwickeln.

Im Kindergarten findet das Spiel im Wesentlichen in der Gruppe statt. Das Kind hat durch jede Spielsituation die Möglichkeit, sein Sozialverhalten zu erproben. Damit wird auch die Auseinandersetzung mit anderen Kindern eingeübt, während im häuslichen Bereich die Kinder im Kindergartenalter überwiegend alleine spielen, teilweise mit ihren Geschwistern oder erwachsenen Bezugspersonen.

Die individuellen Spielmöglichkeiten im Kindergarten fördern die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und ihr Konfliktverhalten.

Durch die Schaffung immer wieder neuer Spielbereiche (Schulecke, Ballbad, Discoraum, Wahrnehmungsräume etc.) können sich die Kinder nach ihren Bedürfnissen entfalten. Auf diese Weise wird die Fantasie angeregt und gefördert.

Gleichzeitig erweitern sich im Kindergarten durch immer neu angebotene Anregungen die Interessenbereiche der Kinder.

Man bedenke:

Alle erwünschten Lernziele können in einem ausgeglichenen Spiel unter Kindern erreicht werden!

Alle Fähigkeiten, alle Emotionen, alles Leben und Lernen erarbeitet sich das Kind im Spiel. Seien es Zusammenhänge, Lernschritte, handwerkliche, soziale und intellektuelle Fähigkeiten: sie können sich im einfachen Spiel entwickeln.

Fazit: Kinder brauchen viel, viel Zeit zum Spielen.

Beispiele verschiedener Arten des Spiels:

Das Rollenspiel

Aus dem Rollenspiel entwickelt sich das Fantasiespiel, das Aktions- und Interaktionsspiel sowie das freie Spiel (Puppenecke, in Tierrollen schlüpfen, etc.)

Neben dem freien Spiel wird auch das so genannte angeleitete Rollenspiel durchgeführt. (Kleine Theaterstücke als Beitrag für einen Familiengottesdienst, etc.)

Gesellschaftsspiele

Den Kindern stehen viele unterschiedliche Spiele, wie z. B. Puzzle, Memory, Kartenspiele, Obstgarten etc. im Kindergarten zur Verfügung.

Bewegungsspiele

Die Kinder haben die Möglichkeit, in der Bewegungsbaustelle ihren Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen. Auf dem großen Außengelände des Kindergartens können sich die Kinder in vielen Spielbereichen austoben.

Kreis-, Tanz- und Singspiele

Im Begrüßungs- und Abschlussstuhlkreis einer jeweiligen Woche sowie Geburtstagsfeiern, Spielstuhlkreisen und besonderen Spielaktionen werden zahlreiche Spiele dieser Art mit den Kindern durchgeführt. Ob das hübsche Dornröschen oder der gefährliche Schlangentanz, die Kinder sind begeistert dabei und genießen es auch hierbei, in andere Rollen zu schlüpfen.

Spiele, die die Kreativität fördern

Zu dem kreativen Spiel gehört das Bauen und Konstruieren auf dem Bauteppich genauso dazu, wie das Bauen und Matschen im Sandbereich.

Zahlreiches, immer wieder wechselndes Material zum Basteln, Malen und Kneten eröffnet den Kindern einen weiteren Bereich, der ihre Kreativität fordert und fördert.

Fingerspiele,

wie „Zehn kleine Zappelmänner”, „Familie Maus” und viele andere, helfen besonders kleineren Kindern, Sprache und Bewegung zu koordinieren.

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